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"Jungpilot Pfeiffenberger beendete OMV an einer Betonmauer: Erst 21 Jahre jung und schon den Tod gesehen" (Kronen Zeitung)
09.09.2002
Während OMV-Sieger Manfred Stohl mit Champagner feierte, saß ein junger Salzburger im Krankenhaus Neunkirchen – blass, nachdenklich: Erst 21 Jahre jung – und gerade dem Tod ins Auge geblickt! Manfred Pfeiffenberger, Salzburgs einziger Rallye-Pilot, war mit Co Markus Lodl in eine Betonmauer gekracht – Halswirbel-Prellung und Knie verletzt, Auto kaputt.

„Aus einem normalen Serienauto steigst nach so einem Crash nimmer lebendig raus, da messen’s dir den Holz-Pyjama an.“ Unfallzeugen und Adabeis waren sich da einer Meinung, als in der zweiten Samstags-Sonderprüfung der OMV-Rallye bei Cöbern ein gelber Seat Ibiza mit der Startnummer 106 in eine Betonmauer gekracht war. „Ja, der Sicherheitskäfig hat uns wohl das Leben gerettet“, ist Manfred Pfeiffenberger klar. „Es war bei Kilometer 2,5 der 11,3 Kilometer langen SP“, schildert der Saalfeldner: „Eine lange Gerade, dann ein leichter Linksknick, plötzlich sind wir auf Rollsplitt ohne Halt und fliegen ab, mit gut 120 km/h oder etwas mehr.“
Während Notärzte versuchen, seinen bewusstlosen Co Markus Loidl „zurück zu holen“, ist Pfeiffenberger ansprechbar, steht unter schwerem Schock. Die Diagnosen: Schweres Schleudertrauma im Halsbereich, offene Wunde am linken Knie bei Manfred, Zehenbruch und Schleudersyndrom bei Markus.
Da die Betonmauer mit 80 Zentimeter Stärke und zwei Metern Höhe keinen Millimeter nachgab, brach nicht nur Pfeiffenbergers Helm entzwei, auch das Auto, ein eben vom spanischen Werk angelieferter Seat Ibiza 1,9 TDI im Wert von gut 60.000 Euro, „überlebte“ den Aufprall nicht: „Die A-Säule hat’s abgedreht, das sagt alles – der Schaden liegt bei gut 45.000 Euro“, stellte Pfeiffenberger gestern ernüchternd fest.
Damit ist die Saison eventuell zu Ende – außer Seat-Austria hilft, greift dem Saalfeldner noch unter die Arme.
(Alfred Rehrl)

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